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GDL verweigert weiterhin echte Tarifverhandlungen mit der Vogtlandbahn

(Neumark, 12.08.2011) In einer am 12. August erschienen Pressemitteilung unterstellt die GDL der Vogtlandbahn eine „Verweigerungshaltung und Hinhaltetaktik“ in Bezug auf die Lösung des gegenwärtigen Tarifkonfliktes.
 
Diese Darstellung der GDL ist nicht zutreffend!
 
In einem offenen Brief der Vogtlandbahn vom 19.07.2011 an die GDL zur Beendigung der Aussperrung heißt es dazu:
„… Mit diesem Entgegenkommen der Vogtlandbahn verbinden wir die Erwartung, dass die Gespräche zur Lösung des Konfliktes umgehend wieder aufgenommen werden und echte Verhandlungen beginnen.
Ein wichtiges Ziel der Verhandlung ist die Schaffung eines Konsens, eines Kompromisses, mit dem beide Seiten nicht nur leben können, sondern der auch eine gewisse Akzeptanz für beide Seiten birgt.
Damit zielführende Gespräche möglich werden, verbinden wir die Erwartung, dass bis zum 18.09.11 (für zwei Monate) keine weiteren Streikmaßnahmen seitens der GDL ausgerufen werden.
Wir bitten die GDL, der Vogtlandbahn kurzfristig mitzuteilen, ob sie den genannten Erwartungen entsprechen wird…“
 
Auf den offenen Brief der Vogtlandbahn folgte mit Datum vom 20.07.2011 ein Schreiben der GDL mit einem Angebot zu einer möglichen Konfliktlösung. Dabei sollten insbesondere den einzelnen, vom Arbeitskampf betroffenen Eisenbahnverkehrsunternehmen seitens der GDL teils individuelle Lösungswege aufgezeigt werden.
 
Auf der Basis dieses Briefes haben wir der GDL am 01.08.2011 geantwortet und folgenden Vorschlag unterbreitet:
„…Für die Vogtlandbahn schlagen wir vor, zunächst noch einmal den einfacheren Weg zu gehen und in direkte Tarifverhandlungen einzusteigen. Bisher haben wir zwar gegenseitige Standpunkte dargestellt, es allerdings nicht geschafft in echte Tarifverhandlungen einzusteigen. Da nun Ihre Forderung zunächst bedingungslos den BuRa und BetreiberwechselTV zu unterschreiben in den Hintergrund getreten ist, ist aus unserer Sicht der Weg für direkte Verhandlungen frei. Wie Sie wissen, haben wir ja alle unsere Verkehrsverträge wieder gewonnen und unsere Mitarbeiter sind teilweise sogar bis 2027 mit einem festen Verkehrsvertrag vor einem Betreiberwechsel geschützt. Das Lohnniveau ist auf einem sehr hohen Niveau, soweit wir wissen, sogar das höchste in den neuen Bundesländern und zum Teil höher als bei der DB…“
 
Und weiterhin
„…schlagen wir Ihnen folgende Termine für einen Verhandlungseinstieg vor: 06. September 2011, 15. September oder den 20. September 2011. Falls keiner der Termine möglich ist, vereinbaren wir gern einen anderen Einstiegstermin“
 
Somit hat die Vogtlandbahn aus Ihrer Sicht alles getan, um der GDL in genügendem Maße ihre Verhandlungsbereitschaft zu signalisieren.
 
In der Zwischenzeit hat die GDL einigen Unternehmen – auch der Vogtlandbahn – eine sogenannte „Moderation“ nach ihrem eigenen „gut Dünken“ vorgeschlagen. Nach den Vorstellungen der GDL soll dabei die Vogtlandbahn unter anderem auf die Vertretung durch den Arbeitgeberverband AGVDE verzichten. Die GDL greift hiermit explizit in die Tarifautonomie ein. Ebenso wenig, wie die GDL der Vogtlandbahn den Arbeitgeberverband vorschreiben kann, können (und wollen) wir unseren Mitarbeitern nicht vorschreiben, in welcher Gewerkschaft sie sind. Schon deshalb konnten wir dieser Aufforderung der GDL, in diese sogenannte „Moderation“ einzusteigen, bisher nicht folgen. 
 
Wir fordern die GDL und Herrn Weselsky auf, endlich mit uns in eine bedingungs- und vorbehaltlose Verhandlung eines Tarifvertrages für die Vogtlandbahn zur Beilegung des Tarifkonfliktes einzusteigen. Die politischen Ziele der GDL kann die Vogtlandbahn nicht verhandeln, diese muss sie mit der Politik klären.
 
 
 
Kontakt:
Hartmut Schnorr
hartmut.schnorr@laenderbahn.com

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