Neumark 30. März
Der 24-stündige Streik der Mitglieder der Lokomotivführer Gewerkschaft GDL konnte im Bereich der Vogtlandbahn und des alex relativ gut abgefangen werden. Durch den vorbereiteten Notfallplan wurden unsere Kunden schon am Sonntagabend auf den Internetseiten www.vogtlandbahn.de und www.alex.info detailliert über die Streik-Situation am Montag informiert.
Des Weiteren konnten sich unsere Kunden ab den frühen Morgenstunden über unsere Servicehotline über den aktuellen Status informieren. Es wurde bekannt gegeben, welche Züge verkehren und welche Züge ausfallen. Für die ausfallenden Züge wurde größtenteils ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.
Im sächsischen Teil des Vogtlandnetzes auf der Linie VB 1 zwischen Zwickau Zentrum und Zwotental wurde ein kompletter Schienenersatzverkehr eingerichtet, zwischen Zwotental und Kraslice verkehrten die Züge planmäßig.
Für die auf der VB 2 betroffenen Züge wurde zwischen Zwickau und Herlasgrün und zwischen Plauen und Bad Brambach ein Schienenersatzverkehr gefahren. Zwischen Herlasgrün und Plauen konnten ersatzweise die Züge der Linie VB 5 genutzt werden. Durch diese Maßnahme konnten ca. 83 % der Leistung ersatzweise mit Bussen bzw. anderen Zügen abgedeckt werden.
Auf der Linie VB 3 zwischen Hof und Regensburg fielen 3 von 5 Zügen aus.
Auf der Linie VB 4 wurde zwischen Gera und Barthmühle der Eisenbahnverkehr aufrecht gehalten. Zwischen Barthmühle und Jocketa verkehrten ersatzweise Busse als Zu- bzw. Abbringer zu bzw. von den Zügen der Linie VB 5.
Auf der Linie VB 5 konnte das Zugangebot zwischen Falkenstein - Plauen und Mehltheuer komplett gefahren werden, zwischen Mehltheuer und Hof verkehrten zu 90 % keine Züge.
Auf der Linie VB 8 fielen in den Vormittagsstunden 4 Zugpaare ersatzlos aus, am Nachmittag fuhren die Züge nach Regelfahrplan.
Auf der Linie Alex Nord fielen streikbedingt 70 % der Züge aus. Die Züge von bzw. nach Tschechien fielen ebenfalls aus.
Auf der Linie Alex Süd verkehrte der größte Teil der Züge. Ausgefallen sind jedoch die meisten Züge zwischen Lindau und Kempten sowie ein Zugpaar von München nach Kempten bzw. Lindau.
Nach Beendigung der Warnstreiks normalisierte sich der Betriebsablauf wieder. Die Vogtlandbahn-GmbH bedauert die durch den Streik aufgetretenen Beeinträchtigungen für die Fahrgäste.
Wir sind weiterhin bemüht, diesen Tarifkonflikt zu beenden, auch um unseren Fahrgästen weitere Unannehmlichkeiten zu ersparen.
Obwohl die Vergütung unserer Lokführer durchschnittlich 8% höher ist als bei der Deutschen Bahn, in der Spitze sogar bis zu 30%, und unsere Arbeitsplätze im Vergleich zu anderen Branchen krisensicher sind, werden wir bestreikt.
Auch unsere wiederholten und vorbehaltslosen Angebote an die GDL nun endlich Tarifverhandlungen mit der Vogtlandbahn aufzunehmen, blieben bisher ungehört.
Wir haben für die Streiks kein Verständnis mehr.
Pressekontakt
Vogtlandbahn-GmbH
Hartmut Schnorr
presse@laenderbahn.com.

